Clinchen
Clinchen fügt Blech ohne Wärme, Zusatzwerkstoff und Verbindungselement — das Werkzeug formt lediglich einen Hinterschnitt. Das macht das Verfahren sauber, aber nicht einfach für das Schlauchpaket: Das Werkzeug ist schwer, die Kräfte sind hoch, und der Roboter muss dieselben unbequemen Positionen erreichen wie beim Nieten — wiederholt, jahrelang.
Was die Anwendung verlangt
- Ein Paket, das den tiefen Werkzeugbügel in jedem Punkt des Takts freihält
- Versorgung passend zur Umformkraft, hydraulisch oder servoelektrisch
- Zugentlastung, die den Stoß jedes Umformhubs aushält
- Eine Führung, die bei kurzen, wiederholten Bewegungen am Handgelenk nicht ermüdet
- Planbare Wartungsintervalle, denn die Zelle hat selten eine Reserve
Wie Becker dafür baut
Ausgelegt auf den Stoß
Ein Clinchhub ist ein harter mechanischer Vorgang, und das Paket spürt ihn. Klemmringe werden je Aderdurchmesser ausgelegt, damit jeder Leiter auf seinem eigenen Maß gehalten wird, statt das ganze Bündel mit einem Ring zu quetschen — genau das verursacht das langsame Wandern und den späteren Bruch an der Zugentlastung.
Um das Werkzeug herum
Die Werkzeuggeometrie bestimmt die Leitungsführung, und die Führung wird vor dem Bau in der Simulation abgesichert. Lassen sich Ausladung und Rückweg nicht beide unterbringen, übernimmt ein Rückzugsystem die Schlaufe, statt sie sich selbst zu überlassen.
Werkzeugsysteme
Becker hat Schlauchpakete für Clinchzellen mit TOX-Werkzeugtechnik gebaut — dem in der europäischen Automobilfertigung am häufigsten eingesetzten System.
Warum es meist neben anderen Verfahren steht
Clinchen ist in der Regel eine Station in einer Fügefolge und keine eigene Linie. Wird das Schlauchpaket gemeinsam mit den benachbarten Stationen für Stanznieten und Schraubtechnik ausgelegt, bleiben Wellrohrgrößen, Schutzelemente und Klemmringe zellenweit einheitlich — und erst das macht die Ersatzteilhaltung sinnvoll.